Dass sich Warten oft bezahlt macht, wurde am Freitag, den 16. April, vielen Krimifans abermals bewiesen. Im historischen Sitzungssaal des Vorwärts-Hauses, in dem früher Leo Trotzki, Nikolai Bucharin, Lenin und Victor Adler anzutreffen waren, präsentierte Autor Andreas Pittler nach seinen Werken „Tacheles" und „Ezzes" den dritten Teil der Bronstein-Reihe „Chuzpe".
In alt bewährter Manier wird die Thematik der Zwischenkriegszeit spannend aufgerollt. November 1918, Ende des ersten Weltkriegs. Major David Bronstein ist mit einem Mordfall konfrontiert, bei dem schon der Zuständigkeitsbereich schwierig zu klären ist, in einer Bevölkerung die kurz vor dem Zerfall der Monarchie im Chaos zu ertrinken droht. Korruption, Brutalität, Liebe und nicht zuletzt Wiener Schmäh. Pittler kennt die perfekten Zutaten für Erfolgsromane: „Vor allem wenn man Wien kennt oder hier lebt, wird man dieses Buch verschlingen, da alle genannten Orte existierten oder es sogar heute noch tun", so Pittler, der in seinem neuesten Roman abermals die Geschichte Österreichs spielend mit der Handlung verknüpft. Sichtlich begeistert vom neuen Bronstein-Krimi zeigten sich unter anderem Hausherr Wolfgang Maderthaner, MORAWA-Geschäftsführer Stefan Mödritscher, die Autoren Christian Klinger, Sabina Naber, Claudia Rossbacher und Stefan Slupetzky, sowie Autor, Regisseur und Schauspieler Hans König.
Zwtl.: Über den Autor. Andreas P. Pittler wurde 1964 in Wien geboren, studierte Geschichte und Politikwissenschaften an der Universität Wien und wandte sich danach dem Journalismus zu. Seit 1985 veröffentlichte er 23 Sachbücher, zumeist historischen Inhalts, darunter Biografien über Bruno Kreisky und Samuel Beckett. Zudem erschienen seit 2000 insgesamt acht Romane und zwei Bände mit Kurzgeschichten. ~